Ein sehr schönes Foto der Milchstraße habe ich neulich bei einem Foto-Kollegen auf dem Handy gesehen, verbunden mit "ist gar nicht so schwer zu fotografieren". Und da ich gerade eine neue fotografischer Herausforderung suche, dachte ich mir: "Ja das will ich auch".
Ich habe mich dann ein wenig theoretisch an das Thema herangemacht, indem ich Artikel und Youtube-Videos gesehen habe und dann festgestellt, ich muss diese Dinge und dieses Wissen haben:
- ich brauche ein lichtstarkes Weitwinkel-Objektiv
- ich brauche eine Nachführung für meine Kamera für Langzeitbelichtungen
- ich brauche eine Software oder eine App, um den Polarstern zu finden, damit ich die Nachführung darauf ausrichten kann
- ich brauche Wissen, wie man Milchstraßen-Fotos aufnimmt
- ich brauche Wissen, wie man die Aufnahmen dann bearbeitet, damit man etwas sieht bzw. ein gelungenes Foto bekommt
Gesagt getan: ich habe mir ein neues Objektiv mit 13mm und 1,4 Lichtstärke besorgt, und von lieben Leuten in meinem Umfeld habe ich eine Nomad Nachführung geschenkt bekommen. Damit war die Hardware schon mal da.
Software: mit der App Stellarium kann man den Polarstern finden. Das muss ich tun, damit ich über den Laserpoint die Nachführung am Polarstern ausrichten kann.
Ich hatte mir alles mit nach Holland in den Urlaub mitgenommen, bin um 04:00 Uhr aufgestanden und hatte schnell alles aufgebaut. Und dann mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungslängen aufgenommen. Und am Ende dann auch eine Serie an 20 Bilder mit jeweils 13 Sekunden, weil ich auch Fokus Stacking ausprobieren wollte.
Das Ergebnis: Die Aufnahmen mit dem Nomad sind misslungen. Ich denke das lag an einer falschen Ausrichtung, weniger an der Maschine. Das Problem stand hinter dem Stativ. Die Kurzaufnahmen fürs Stacking waren dagegen simpel und haben am Ende dann auch ein Ergebnis produziert. Dass ich in den 20 Einzelaufnahmen zumindest etwas von der Milchstraße gefunden habe, ist übrigens Ralph zu verdanken. Er hat mir Input zum Thema Stacking gegeben und damit habe ich dann experimentiert. Besten Dank dafür!

Das Foto ist natürlich schlecht, viel zu wenig zu sehen und die Lichtverschmutzung war viel zu hoch, somit der Standort schlicht Mist.
Das soll zukünftig viel viel besser werden, somit ...
… to be continued